Story Points 1-2-3-5-8 – die unglaublichen Fakten

Story Points
Inhalt

Herkunft von Story Points

Ron Jeffries prägte den Begriff „Story Points“. Er führte sie im Rahmen des Extreme Programming (XP) ein. Eine Zeit, in der User Stories noch in Tagen gemessen wurden.

Sie ersetzten bald Zeiteinheiten. Sie maßen den Aufwand in idealen Entwicklertagen. Ein Konzept, das störungsfreies Arbeiten annimmt.

Jeffries reflektierte später über Story Points. Er bedauerte ihren Missbrauch, nicht ihre Erfindung. Seine Kritik richtet sich gegen falsche Anwendungen.

Er warnte vor ihrem Einsatz zur Fertigstellungsprognose. Eine schwache Idee, so Jeffries. Er mahnte zur Vorsicht bei Vergleichen und Bewertungen.

Story Points dienen der relativen Schätzung. Sie helfen, den Arbeitsaufwand zu verstehen. Agile Teams, besonders in Scrum, schätzen so den Sprintaufwand.

Manager suchen oft nach Messwerten. Story Points bieten Vergleichsmöglichkeiten. Doch Jeffries betont: Agile geht um Mehrwert, nicht um Messungen.

Sie vermeiden direkte Zeitangaben. Sie fördern den Fokus auf wichtige Aufgaben. Ein Kernprinzip agiler Methodik, das schnelle Lieferung priorisiert.

Teams bewerten Aufgaben relativ mit Story Points. Diese Methode unterstützt die Planung. Sie basiert auf Teamkonsens und fördert die Zusammenarbeit.

Velocity, gemessen in Story Points, plant zukünftige Sprints. Ein Werkzeug für bessere Kapazitätsplanung. Teams erkennen ihre Leistungsfähigkeit.

Ihre Geschichte ist eine Lektion. Sie lehrt den Wert relativer Schätzungen. Agile Teams nutzen sie, um flexibel und effizient zu bleiben.

Storypoints sind aus der agilen Entwicklung nicht wegzudenken. Sie unterstützen Teams bei der Planung und fördern ein tieferes Verständnis für Aufgaben. Jeffries‘ Erfindung bleibt zentral für agile Methoden.

Warum Story Points statt Stunden schätzen?

surreale sanduhr

Story Points revolutionieren die Aufwandsschätzung in der agilen Entwicklung. Sie überwinden die Grenzen stundenbasierter Schätzungen. Teams schätzen mit Storypoints  den relativen Aufwand effizienter. Kurz gesagt: Sie fördern Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

Manager bevorzugen oft Stunden für Vergleiche. Doch Story Points bieten einen klügeren Ansatz, denn sie lenken den Fokus auf das Wesentliche: schnelle Wertschöpfung. Agile Methoden wie Scrum nutzen Story Points, um die Produktivität zu steigern. Sie erleichtern das Sprint Planning.

Durch ihre Verwendung wird auch das Backlog-Grooming erleichtert. Teams bewerten Aufgaben neu und weisen ihnen Punkte zu. Diese Praxis unterstützt Priorisierung und Entscheidungsfindung.

Die Velocity misst, wie viele Story Points Teams in Sprints abarbeiten. Sie ist entscheidend für die Kapazitätsplanung. Ein hohes Tempo zeigt, dass ein Team effizient arbeitet.

Story Points ermutigen zu Teamkonsens weil alle Mitglieder diskutieren und gemeinsam über die Punktzahl entscheiden. Dieser Prozess stärkt das Teamgefühl und fördert die Zusammenarbeit.

Sie vermeiden den Druck, der mit stundenbasierten Schätzungen einhergeht. Manager setzen Teams weniger unter Druck. Dadurch bleibt die Arbeitsqualität hoch.

Ein Burndown Chart visualisiert den Fortschritt und Teams sehen, wie viel Arbeit noch ansteht. Das motiviert und zeigt den Weg zum Sprintziel.

Sie betrachten die Task Complexity. Sie berücksichtigen, wie kompliziert eine Aufgabe ist. Dies hilft, realistisch zu planen und Überraschungen zu minimieren.

Die relative Schätzung setzt Storypoints ins Verhältnis zueinander. Teams vergleichen Aufgaben und bewerten sie relativ. Dies verbessert die Genauigkeit der Schätzungen.

Story Points transformieren die agile Aufwandsschätzung. Sie fördern eine gesündere Arbeitsumgebung und unterstützen agile Prinzipien. Mit ihnen liefern Teams Mehrwert, schnell und effizient.

Wie werden Story Points verwendet?

Teams nutzen Story Points, um Aufwände zu schätzen. Sie wählen dafür oft die Fibonacci-Reihe. Diese Methode spiegelt die zunehmende Unsicherheit bei größeren Aufgaben wider.

Die Cohn-Skala® ist eine beliebte Alternative. Sie reicht von 1 bis 100. Größere Abstände zwischen den Zahlen verdeutlichen die Unsicherheit besser.

Das Webersche Gesetz erklärt die Skalenwahl. Es besagt, dass Unterschiede proportional wahrgenommen werden. So werden größere Aufgaben und ihre Unsicherheiten klarer.

Story Points messen den relativen Aufwand. Sie vergleichen Aufgaben miteinander. Das hilft, die Arbeit für Sprints oder Releases zu planen.

Sie haben keine feste Skala. Jedes Team definiert Story Points anders. Dies unterstreicht ihre Flexibilität in der agilen Entwicklung. Die Berechnung erfolgt im Team. Alle diskutieren und schätzen gemeinsam. So entsteht ein gemeinsames Verständnis für den Aufwand.

Die Fibonacci-Reihe hilft, die Komplexität zu veranschaulichen. Zahlen wie 1, 2, 3, 5, 8, 13 stehen für unterschiedliche Aufwandsstufen.

Mike Cohns Skala erweitert diese Methode. Sie bietet mit Werten wie 20, 40, 100 noch mehr Differenzierung. Ideal für sehr große Aufgaben.

Teams schätzen mit Story Points besser. Sie erkennen den relativen Aufwand klarer. Dies erleichtert die Planung und steigert die Effizienz.

Die Wahl der Skala hängt vom Team ab. Wichtig ist, dass sie der Aufgabe angemessen ist. So bleibt die Schätzung sinnvoll und nützlich.

Sie unterstützen agile Prinzipien und fördern Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Story Points sind ein Schlüsselwerkzeug in der agilen Entwicklung. Sie ermöglichen präzisere Schätzungen und unterstützen erfolgreiche Projekte.

Die Verbindung zwischen Story Points, Komplexität und Velocity

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Story Points und Velocity gehen Hand in Hand. Sie messen, wie schnell Teams Ziele erreichen. Diese Metrik fördert realistische Planung und transparente Fortschritte.

Die Velocity zeigt, wie effektiv ein Team arbeitet, denn Sie basiert auf abgeschlossenen Story Points pro Sprint. So verstehen Teams ihre Kapazitäten besser. Die Verbindung zwischen Komplexität und Velocity ist wichtig. Sie hilft, zukünftige Sprints genauer zu planen. Teams setzen realistische Ziele.

Story Points reflektieren nicht nur die Aufgabenlast. Sie spiegeln auch die Erfahrung des Teams wider, und  diese Erfahrung fließt in die Velocity ein.

Komplexität beeinflusst die Schätzung, denn komplexe Aufgaben erhalten mehr Punkte. Dies beeinflusst direkt die Velocity.

Velocity unterstützt das Sprint Planning. Teams nutzen historische Daten, um die Arbeit für den nächsten Sprint zu planen. So bleiben Ziele erreichbar.

Ein hoher Velocity-Wert signalisiert Effizienz. Doch Teams sollten Qualität nicht opfern. Die Balance zwischen Schnelligkeit und Sorgfalt ist wichtig.

Velocity variiert von Team zu Team. Vergleiche sind daher mit Vorsicht zu genießen. Jedes Team hat seine eigene Dynamik und Herausforderungen.

Story Points fördern Diskussionen über Komplexität. Teams bewerten gemeinsam den Aufwand. Dies verbessert das Verständnis für anstehende Aufgaben.

Die Anpassung der Velocity ist normal. Teams lernen und optimieren ihre Arbeitsweise. So wird die Schätzung von Sprint zu Sprint genauer.

Velocity hilft, Fortschritte zu visualisieren. Teams sehen, wie nah sie dem Ziel kommen. Dies motiviert und fördert den Teamgeist.

Storypoints und Velocity sind Schlüsselelemente agiler Methoden. Sie verbessern die Planung und fördern ein effizientes Arbeitsumfeld. Teams erreichen ihre Ziele mit einem klaren Verständnis für ihre Leistungsfähigkeit.

Fazit

Story Points sind ideal für die Schätzung komplexer Aufgaben. In ihrer Relativität ermöglichen sie den Entwicklungsteams interdisziplinäre Schätzungen, ohne faule Kompromisse eingehen zu müssen.

Story Points fördern Diskussionen bei der Bewertung von Aufgaben, weil sie agilen Teams Mittel an die Hand geben, um die Zusammenarbeit zu verbessern.

Die dunkle Seite des Mondes ist, dass Storypoints von unerfahrenen Führungskräften missbraucht werden. Sie versuchen, mit Story Points Menschen und Teams in ihrer Leistung zu beurteilen.

Selbst nach der Forderung von detaillierten Release-Plänen oder Projektplänen mit konkreten Terminen machen unerfahrene Führungskräfte nicht halt.

Auch Entwickler verfallen oft in unnötige Diskussionen, ob eine User Story 2 oder 3 Points hat.

Für eine Metrik ist der gelieferte Geschäftswert geeigneter. Auch über den Return on Invest (ROI) lässt sich messen, wie viel Geschäftswert,  die gesamte Wertschöpfungskette zur Verfügung stellt.

Bleib erfolgreich. Damit es agil wird,
Frank Schatz

Quellenangaben:

  1. Ron Jeffries, 2019, Story Points revisited
  2. Fibonacci-Folge, Wikipedia
  3. Mike Cohn, Mountain Goat Software
  4. Wikipedia, Weber-Fechner-Gesetz
  5. P. Milling: Systemtheoretische Grundlagen zur Planung der Unternehmenspolitik. Berlin: Duncker & Humblot, 1981
  6. Frag den Lesch, ZDF Mediathek, Komplex oder Kompliziert-was macht den Unterschied?

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Frank Schatz

Frank Schatz ist Gründer von successmedia, Certified Instructor und Sachverständiger für agiles Projektmanagement.

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Frank Schatz, CEO SuccessMedia OÜ

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