Landingpages gelten als eines der wichtigsten Instrumente im Onlinemarketing. Hier entscheidet sich, ob der Kunde Interesse an Produkt oder Dienstleistung entwickelt, oder weiterzieht. Eine hervorragende Landingpage zu erstellen, erfordert Verständnis davon, was sie erreichen soll. Mit den richtigen Tools und Befolgen einfacher Regeln, lassen sich erfolgreiche Landingpages schnell selbst erstellen.

LandingpageEines der wichtigsten Werkzeuge im Onlinemarketing ist die Landingpage. Du kannst sie nutzen, um Kunden auf ein Angebot oder Produkt aufmerksam zu machen. Auch Einträge in Deine Mailingliste kannst Du darüber generieren. Interessenten bekommen so einen ersten Überblick von Deiner Dienstleistungen und Person. Um Dein Ziel zu erreichen, muss das Design nach bestimmten Mustern aufgebaut sein.

Das Ziel ist es, Interesse an Deinem Angebot zu wecken. Aber warum dazu eine spezielle Seite designen? Warum solltest Du nicht einfach von der Werbung auf Deine Website oder ein Produkt verlinken?

Die kurze Antwort lautet: Eine Landingpage verfolgt ein spezifisches Ziel. Um das zu vertiefen, musst Du zuerst verstehen, was eine solche Page ausmacht. Wenn Du wissen möchtest, wie Du mit Landingpages Umsätze und Conversion erzeugst, dann empfehle ich Dir unseren Landingpage-Kurs. Im Übrigen werden Landingpages auch „Zielseiten“ genannt.
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Aussehen und Funktionsweise von Landingpages

Wie der Name es erahnen lässt, sind solche Seiten eine Art Landestreifen für den Traffic auf Deiner Seite. Sie kann als Pop-up platziert, oder als Startseite der Website angelegt werden. Auf Deiner Page befinden sich noch nicht die eigentlichen Informationen. Selten enthält sie Kauflinks zu einem konkreten Produkt.

Damit unterscheidet sich die Landingpages bereits im Aufbau deutlich von einer Homepage oder Produktseiten. Bei diesen Arten von Landingpages geht es darum, alle Informationen auf einen Blick übersichtlich darzustellen.

Weiterverlinkungen zu anderen Produkten oder Unterseiten werden gruppiert und hervorgehoben. Kunden werden per Navigation durch die Website geleitet. Eine Zielseite ist anders aufgebaut und viel kompakter gestaltet.

Üblicherweise besteht sie aus:

  1. Einer starken, auffälligen Schlagzeile
  2. Einer knappen Subline
  3. Einem sogenannten Hero-Shot (ausdrucksstarke Porträtdarstellung eines Models / von Dir als Unternehmer)
  4. Dem Social Proof (Testimonials oder Zertifizierungen)
  5. Einem kurzen Angebotstext
  6. Der Aufforderung zum Ausfüllen eines Formulars oder zum Weiterklicken

Navigationselemente sind nicht vorhanden und keine überflüssigen Textblöcke. Sie enthält weder verschiedene Produkte noch Hintergrundinformationen zu Deinem Unternehmen. Rechtshinweise und Impressum sind auch auf einer Zielseite verpflichtend. Werden konkrete Angebote gestellt, kann die Zielseite Disclaimer enthalten.

Dafür kann der Kunde die Page jederzeit verlassen, wenn ihm das Angebot nicht zusagt. Invasive ganzseitige Pop-ups ohne Möglichkeit zum Schließen sind keine geeigneten Zielseiten.

Wie die Landingpage Kunden auf einer Seite hält

Das Interesse des Kunden steht im Mittelpunkt der Gestaltung einer Zielseite. Für den Kunden muss
auf einen Blick erkennbar sein, worum es geht und was ihm angeboten wird. Er muss abschätzen können, ob das Angebot für ihn geeignet ist. Vor allem muss klar sein, dass er die Dienstleistung oder das Produkt nach dem nächsten Klick erhalten kann.

Besucher sollen durch die minimalistische Gestaltung durch nichts abgelenkt werden. Der Fokus liegt auf der Handlungsaufforderung.

Aufmerksamkeit ist im Onlinemarketing eines der wichtigsten Stilmittel.

„Dieses Angebot darfst Du Dir nicht entgehen lassen!“

als Teaser prominent platziert, generiert höhere Klickzahlen. Dadurch erreichst Du mehr Conversions als durch eine langwierige Beschreibung.

Sonderangebote sollten so präsentiert werden, dass der Kunde insbesondere sieht, wie viel Geld er spart. Er sollte außerdem dazu angehalten werden, sich so schnell wie möglich zu entscheiden. Der Call to Action, kurz CTA (z. B. „Trag Dich jetzt in den Newsletter ein, um exklusive Rabatte zu erhalten!“)
unterstützt den Kaufabschluss, genauer gesagt die Conversion.

Aber Achtung: Deine Kunden lassen sich nicht dazu verführen, ein unattraktives Produkt zu erwerben!

Eine bunte, ausdrucksstarke Zielseite allein ist noch kein Verkaufsargument. Matching ist essenziell für den Erfolg der Kampagne. Matching meint das Abstimmen der Inhalte und Aussagen aufeinander. Das Matching sollte sowohl zwischen Landingpage und der geschalteten Werbung erfolgen. Aber auch die Social Media Präsenzen müssen zu den übrigens Webseiten passen. Die beste Landingpage wird unwirksam, wenn hinter der Zielseite eine veraltete Website mit schlechten Grafiken wartet. Endlos lange Beschreibungen schrecken Kunden schnell ab. Natürlich sollte auch die Qualität Deines Produktes mit der Aussage der Zielseite übereinstimmen.

Formulierungen und Stil anpassen

Der eigentliche Aufbau der Page orientiert sich daran, was Du mit dem Vorschalten einer Zielseite erreichen möchtest. Die Einsatzgebiete sind vielfältig. Sie sollten jedoch vor der ersten Planung zum Anlegen der Seiten klar umrissen werden. Eine Landingpage kann stets nur für ein konkretes Produkt oder eine Aktion genutzt werden.

Mit deiner Zielseite möchtest Du Conversions erzeugen. Du solltest also dafür sorgen, dass die Kunden sich in Deine Mailingliste eintragen oder Gratisangebote annehmen. So stellst du sicher, dass Kunden später Werbung empfangen wollen, die sie zum Kauf verleitet. Deswegen sollte Deine Zielseite als zentrales Element ein Kontaktformular enthalten.

Kunden schrecken vor Formularen mit vielen Feldern eher zurück. Oft brechen sie das Ausfüllen nach einigen Angaben ab. Die E-Mail sollte für Deine ersten Marketingzwecke genügen. So erweckst du nicht den Anschein des Sammelns privater Daten.

Begriffe, wie „Anfordern“ oder „Bestellen“ wirken auf Landingpages zu verbindlich. Sie sollten durch „unverbindlich“, „völlig kostenfrei“, oder ähnliche Zusätze, entschärft werden. Eine Ausnahme bieten hier konkrete Verkaufsangebote.

Die Wortwahl der Zielseite darf gern etwas werbender sein, als Deine normalen Onlinepräsenzen. Es
sollte sich aber dennoch an dem üblichen Stil orientieren. Diesen prägst Du dadurch, wie Du mit Deinen Kunden in Newslettern und Artikeln kommunizierst. Ähnlich verhält es sich mit der Bildsprache, die Du auf der Landingpages nutzt, sie muss konkret zu Deinem Angebot passen.

Die Landingpage im Kampagnenverlauf

Die Zielseite ist Deine repräsentative Visitenkarte. Diese Seite ist in der Regel das Erste – und bei falschem Einsatz häufig auch letzte, was die Kunden von Dir und Deinem Unternehmen sehen.

Die Verlinkung zu der Page erfolgt zum Beispiel über Ads, Post, Gastbeiträge oder Social Media. Diese können auf Facebook, Google oder über Ad-Anbieter erstellt werden.

Der erste Eindruck der Zielseite entscheidet darüber, ob Deine Interessenten positiv oder negativ über Dich und Dein Produkt denken. Darin unterscheiden sich Onlinekampagnen nicht von Printwerbung.
Landingpages eignen sich ideal als Ausgangspunkt einer PPC Kampagne.

PPC steht für Pay-per-Click. Der Begriff meint, dass Du darauf bietest, für bestimmte Keywords, als erstes Suchergebnis in einer Suchmaschine zu erscheinen. Du zahlst für jeden Klick, den Deine Anzeige erhält. Ohne eine Zielseite kann eine solche Kampagne schnell teuer werden. Nur durch sie sicherst Du hohe Conversionzahlen und damit Umsätze.

Landingpage-Baukästen der Onlineanbieter nutzen

Um eine ansprechende Landingpage zu erstellen, die genau ihr Ziel erreicht, kannst Du auf einen der Baukasten-Anbieter zurückgreifen. Dazu benötigst Du keine Programmier- oder umfangreiche Designkenntnisse. Sehr professionelle Ergebnisse erzielst Du mit Unbounce. Der Anbieter hält neben dem Baukasten auch Webinare zum Thema Onlinemarketing bereit.

Für das Anlegen von Landingpages mit WordPress konnten sich einige Plug-ins wie Elementor, ThriveThemes, beaverbuilder oder Divi am Markt behaupten. Mit OptimizePress lassen sich schnell und einfach Conversion Funnel anlegen.

Natürlich kannst Du auch fertige Landingpages von verschiedenen Anbietern einkaufen. Diese bereits wissen, was auf Landingpages funktioniert und was nicht. Du solltest jedoch bedenken, dass es mit einer einzigen Landingpage meist nicht getan ist. Zu empfehlen ist das jedoch nicht, denn niemand kennt Dein Produkt besser als Du.

Tipps zur Gestaltung Deiner Landingpage

Zuletzt solltest Du bei der Gestaltung und Einrichtung Deiner Landingpage einige wichtige Regeln beachten. Zum einen gilt gegenüber den Kunden und Interessenten im Marketing eine gewisse Fairness.
Das heißt, wer Deine Landingpages ansteuert, sollte nicht auf ihr „gefangen gehalten“ werden. Nicht schließbare Fenster und Pop-ups stören Kunden beim Surfen. Videos und Töne sollten stets einen Button zum Stoppen haben. Wenn eine Seite bereits durch ihre Gestaltung nervt, kehren die potenziellen Kunden nie zurück. Zur Eingabe der persönlichen Daten darf der Kunde ebenso nur geführt, aber nicht gedrängt werden.

Seiten sind erfolgreicher, wenn sie eine positive Botschaft verbreiten. Helle Farben, freundliche Bilder oder minimalistische, eindrucksvolle Aussagen. Der Kunde soll das Gefühl haben:

Negative Aussagen wie die, dass es ihm ohne das Produkt schlechter ginge, sind nicht zielführend.

Videos sind ein tolles Mittel, um Besucher auf der Landingpage zu halten. Aber nicht jeder Marketer wirkt vor einer Kamera überzeugend. Wenn Du Dich für ein Landingpage-Video entscheidest, sollte dies hochwertig produziert sein und trotzdem natürlich und authentisch wirken. Moderation und Aufmachung des Videos müssen stimmig sein.

Ein Video sollte kurz sein und die Aussage Lust auf mehr machen – Die ersten 3 Sekunden entscheiden ober der Zuschauer weiterschaut! Traust Du Dir diese Aufgabe nicht zu, sind hochqualitative Fotos für den ersten Eindruck die bessere Wahl.

Die Landingpage muss einen Besucher davon überzeugen, dass Du voll hinter Deiner Dienstleistung stehst. Präsentiere Dich und Dein Produkt von der besten Seite. Das Weiterklicken oder Eintragen der Daten muss dem Kunden einen Vorteil bringen. Er muss mehr von dem beworbenen Angebot sehen wollen, als nur die Page. Kommen all diese Faktoren zusammen, kurbelt der Einsatz der Landingpage den Umsatz an.